Der Verlauf

 

Ich bin jetzt über ein halbes Jahrhundert alt. 

Als uns die Diagnose  "Brustkrebs" ,mit schlechter Ausgangsprognose, aus den Puschen haute, 

war ich gerade mal 42 Jahre, mein Mann 43 Jahre und unser Sohn 14 Jahre alt.

Von heute auf morgen änderte sich alles... 

nach den Tränen, dem Schmerz, der Angst und der Verzweiflung, begann die medizinische Therapie......

OP, Chemo und die Bestrahlung der Restbrust ( wie die Mediziner so schön sagen).

Ich begriff sehr schnell, dass ich nur eine Chance hatte....alles positiv annehmen ...

es begann ein Umdenken... so schmerzhaft die  Nebenwirkungen der Chemo auch waren, 

ich hatte Glück, lebe ich doch in einem Land das mir die Möglichkeit gibt mich medizinisch behandeln zu lassen!

Gute Medikamente die das Böse bekämpfen... die Nebenwirkungen der Therapie reduzieren,

gute Ärzte die mich betreuen... das hätte ich aus eigener Tasche nie bezahlen können!

Was wir für selbstverständlich erachten, ist in anderen Teilen dieser Welt utopisch!

Jeder Tropfen der ETC-Chemo wurde von mir akzeptiert  und mit dem Worten "du bist meine Heilung" begleitet.... 

und ich habe mir die Seele aus dem Leib gekotzt...

mich vor Schmerzen gekrümmt...

meine ausfallenden Haare gehasst und beweint...

etliche Kilos abgenommen...

Nervenstörungen in den Händen gehabt, 

in Quarantäne gelegen und und und....

aber ich habe nie aufgegeben an mein Leben zu glauben und an meine Familie.



Die Zeit von Mai bis Dezember 2000  war die Hölle auf Erden! 


Der Mai

Er ist gekommen mit all seiner Pracht,
Mir hat er einst nur Tränen gebracht.
Der Mai ist gekommen mit all seinem Duft,
mir  nahm er einst zum Atmen die Luft.

Für mich ist wieder der schönste Monat der Mai,
denn die Behandlungszeit ist lange vorbei.
Was er einst nahm, dass gab er mir vielfach zurück,
zu sehen wie das Leben neu erwacht,
der Mai hat mich wieder glücklich gemacht.
(Monika Leirich)


Die Tage zwischen  der Chemo, waren meine Momente der Auferstehung, des Neuanfanges, 

das fühlen des " ich bin " " ich lebe"   "ich werde weiter leben" ..ich muss weiter leben...

Meine  physischen und psychischen Kräfte hatten sich nach der Reha auf Sylt wieder regeneriert.

Ich fing an die Tage, mein neues Leben mit meiner Familie, meinem Fotoapparat und meinen Gedanken  neu zu gestalten....

und da kam Joker, ein Geschenk meiner Familie. 

Ein Labrador ,auf vier weichen Füßen, blond, mit weichem Fell und treuen Augen.

Er bekam den Namen Joker, so wollte es meine Familie.

Der Name Joker steht für
meine Freude,
meine Hoffnung,
mein Glücksbringer,
mein Narr,

Jeder braucht einen Joker.
Das soll jetzt  keine Aufforderung sein sich einen  Hund zu kaufen!!

Ein Joker kann alles sein!! 

Für mich aber war er und ist er auch noch heute mein Begleiter in der Suche nach dem Überleben... dem weiter Leben...






Denn Frieden finde ich nur in und mit mir.
Das ist mein Jok, der mir auch gezeigt hat, was wichtig ist.....

und das findet ihr in meinen Bildern und der Arcrylmalerei auf Leinwand wieder.


Viel Spaß beim Stöbern durch die Galerie.

Eure Monlei

Meine gedanklichen Wege zu diesem Ziel: Lebe dein Leben!
Auch mit oder nach der Diagnose Krebs.



Die Homepage wurde in der Fachzeitschrift Signal,

mit den Worten: "Unternehmen Sie einen wunderschönen Ausflug in die Welt der Aphorismen" vorgestellt. 

Die Gedanken im Foto gibt es jetzt als Fotokarten, in einem Format ca.13x18cm